Salatpflanzen im Hörnchen Ranch Garten

Gemüse teilen.
Gemeinschaft leben.

Gutes Gemüse beginnt unter unseren Füßen: mit gesundem Boden und einer Gemeinschaft, die sich für seinen Erhalt einsetzt.

Solawi: mehr als eine Gemüsekiste

Bei einer Solawi wird die Landwirtschaft gemeinsam getragen. Wir teilen die Ernte – und die Verantwortung dafür.

Gemeinsam ermöglichen

Die Gemeinschaft trägt den Anbau. Das schafft Raum für Bodenpflege, Vielfalt und vorausschauendes Gärtnern.

Mit den Jahreszeiten leben

In die Kiste kommt, was auf den Beeten wächst. Mal mehr, mal weniger – immer verbunden mit dem Gartenjahr.

Die Ernte teilen

Wir teilen die Freude über eine gute Ernte. Und tragen gemeinsam mit, wenn Wetter oder andere Umstände dazwischenkommen.

Wie funktioniert das?

Ein altes Konzept, neu belebt

Erzeugende und Verbraucher:innen schließen sich zu einer Wirtschaftsgemeinschaft zusammen. Sie teilen Risiken, Verantwortung und Erträge über langfristige Vereinbarungen und gestalten die Landwirtschaft gemeinsam.

Sicherheit für den Garten

Mitglieder leisten einen monatlichen Beitrag, der sich an den voraussichtlichen Kosten der landwirtschaftlichen Erzeugung orientiert. Das schafft Planungssicherheit. Der Garten kann sich um fruchtbaren Boden kümmern und entsprechend den Bedürfnissen wachsen.

Jede Solawi ist anders

Jede Solawi hat eigene Schwerpunkte. Gemeinsam ist ihnen das Ziel, Artenvielfalt zu fördern, gesunde Böden zu erhalten und regionale, saisonale Lebensmittel ohne Marktzwänge zu erzeugen.

„Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, haben meist nur die Wahl, entweder die Natur oder sich selbst auszubeuten. Ihre Existenz hängt von Subventionen und Markt- bzw. Weltmarktpreisen ab. Beides sind Faktoren, auf die sie keinen Einfluss haben und die dazu führen, dass die Vielfalt verloren geht und man sich spezialisieren muss. Auch der ökologische Landbau ist von diesem Mechanismus nicht ausgenommen. Wir müssen nicht gewinnmaximierend arbeiten und sind somit vom Markt unabhängig. Bei uns wird die ganze Landwirtschaft und nicht das einzelne Lebensmittel finanziert.“

Markus Poland, LandKulturHof

Davon haben alle etwas

Die Ernte fließt vom Erzeuger zu den Verbraucher:innen.

Verbraucher:innen

  • Frische, saisonale Lebensmittel
  • Transparenz darüber, wo und wie Lebensmittel angebaut werden
  • Regionale Nachhaltigkeit
Die Unterstützung fließt von den Verbraucher:innen zum Erzeuger.

Erzeuger:innen

  • Produktionsrisiko teilen
  • Planungssicherheit und Unterstützung durch eine Gemeinschaft
  • Mehr Freiheit für Themen wie „Bodenfruchtbarkeit natürlich verbessern“

Weiterführende Links

Mehr zu dem Thema Solawi kann unter folgenden externen Webseiten / Dokumenten nachgelesen werden:

Salatreihen mit Bewässerungsschläuchen im GartenGuter Boden.
Gutes Miteinander.

Mit den Händen
in der Erde.
Mitten im Leben.

Im Hörnchen Ranch Garten gehören Handarbeit, Bodenpflege und Sortenvielfalt zusammen. Wir möchten zeigen, wo unser Gemüse herkommt und wie es wächst.

Die Solawi HRG e.V. verbindet Menschen, die diesen Weg gemeinsam gehen möchten. Mit Nähe zum Anbau und Wertschätzung für das, was die Beete hergeben.

  • Boden schonen und lebendig halten
  • Vielfalt anbauen und kennenlernen
  • Offen miteinander umgehen

Der Garten in Zahlen

Das steht uns zur Verfügung.

Nach Mittelweg und Beetwege

Je nach Kulturzeit und Standort (Fruchtfolge) mehrfach nutzbar.

bis 2027

1.800 m²

Gesamtfläche

Das steht uns insgesamt zur Verfügung.

800 m²

reine Beetfläche

Nach Mittelweg und Beetwege.

12 m × 80 cm

pro Beet

Je nach Kulturzeit und Standort (Fruchtfolge) mehrfach nutzbar.

bis zu 4×

pro Saison belegt

ab 2028

5.000 m²

Gesamtfläche

1.500 m²

reine Beetfläche

1.000 m²

Ackerfläche

–

pro Beet

–

pro Saison belegt

Versucht, die Welt ein bißchen besser zurückzulassen, als Ihr sie vorgefunden habt.

Robert Baden-Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung · Letzte Worte 1941

Kernziele und deren Umsetzung

Acht Ziele begleiten uns durch das Gartenjahr. Zu jedem findest du hier, wie wir es konkret umsetzen.

  1. Anbau von diversen Gemüsesorten auf kleinstem Raum in Handarbeit

    Aktuell stehen uns ca. 1.800 m² Gesamtfläche zur Verfügung, wobei durch den Mittelweg und die einzelnen Wege zwischen den Beeten ca. 800 m² reine Beetfläche übrig bleiben.

    Die Beete selbst sind 12 m lang und 80 cm breit. Dank eines ausgeklügelten Systems können sie je nach benötigter Kulturzeit und Standort (Fruchtfolge) bis zu 3× pro Saison belegt werden. Rechnerisch ergibt sich daher eine Beetbelegung für z. B. 2024 von 1.692,4 m².

  2. Transparenz in allen Bereichen

    Transparenz fängt bei uns damit an, dass man jederzeit die Jungpflanze in der Vorzucht bis zur fertigen Kultur am Feld besuchen kann (bitte auf Nachtruhezeiten Rücksicht nehmen), und endet damit, dass alles, auch die finanziellen Bereiche, offengelegt wird.

    Jedes Mitglied erfährt ganz genau, wie viel eingenommen wurde, wie viel ausgegeben wurde, wie viele Stunden gearbeitet wurden, welche Sorten eingesetzt wurden, was zur Bodenverbesserung gemacht wurde und vieles mehr. Absolute Transparenz ist hier nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebte Realität.

  3. Verzicht auf den Einsatz schwerer Maschinen

    Bei einem intensiven Anbau mit engen Kulturabständen und verschiedensten Sorten ist es wenig sinnvoll, mit schweren Maschinen zu arbeiten. Zusätzlich dankt es der Boden mit weniger Verdichtung und besserer Wasserspeicherfähigkeit.

    Beispiel: 2022/23 hatten wir 6 Beete mit Winterweizen angesät. Hierfür einen Mähdrescher zu nutzen, der mit seinem Gewicht alle anderen Kulturen daneben erdrückt (die Reifen sind breiter als ein Beet), und ca. 6 Sekunden drischt, wäre einfach nur sinnlose Kraftstoffverschwendung und CO₂-Erzeugung.

  4. Verzicht auf tiefe Bodenbearbeitung

    Das Ökosystem Boden und die darin enthaltenen Lebewesen sind der HRG-Grundpfeiler, und diesen gilt es unter allen Umständen zu schützen.

    Die reduzierte Bodenbearbeitung leistet einen wichtigen Beitrag für die Bodenfruchtbarkeit. Der Verzicht auf eine tiefe Bearbeitung schont die Bodenstruktur und das Bodenleben, verhindert den Humusabbau und verbessert den Erosionsschutz und Wasserhaushalt des Bodens.

  5. Bodenstruktur verbessern und Nährstoffgehalt steigern, trotz intensiver Nutzung

    Aus den vorangegangenen Punkten ergibt sich bereits eine Bodenverbesserung, aber das ist uns nicht genug.

    Wir versuchen, durch den Einsatz verschiedenster Techniken, wie z. B. das Ausbringen von Mulch und „Soil Covers“, dem Grundbedürfnis des Bodens, niemals „nackt“ zu sein, nachzukommen. Zusätzlich werden durch Kompost und den Einsatz von Pflanzen mit großer Wurzelmasse die Bodenlebewesen gefüttert.

  6. Sortenvielfalt erhalten

    Wir verwenden ausschließlich samenfestes Bio-Saatgut und keinerlei Hybriden und versuchen, dieses auch zu vermehren.

    Obwohl viele ältere Sorten nicht ganz genau dem optimalen Erscheinungsbild bzw. der aktuellen Größennorm entsprechen, gibt uns deren Geschmack recht, diese zu verwenden und zu erhalten. Unsere Pflanzen werden selbst vorgezogen.

  7. Bio-Zertifizierung

    Da wir sowieso allen Kriterien für eine Bio-Zertifizierung entsprochen haben, war es 2023 der logische Schritt, das Siegel zu beantragen. Inzwischen sind wir bio-zertifiziert und die Umstellungsphase liegt hinter uns.

  8. No-Dig, Mit-Gärtner:innen und andere Sonderformen

    No-Dig, also der komplette Verzicht auf Bodenbearbeitung, ist ein ganz interessantes Thema und wird sicherlich, zumindest in einem kleinen Bereich, angetestet.

    Mit-Gärtner:innen: Obwohl es niemals verpflichtend sein wird, gibt es die Möglichkeit zur Mitarbeit. Sei es direkt am Acker oder in anderen Bereichen, es gibt immer viel zu tun.

    Weitere Sonderformen wie z. B. der Anbau im Folientunnel sind aktuell ein Thema zum Einlesen in den kalten Wintermonaten, aber sicherlich ein reizvolles Plus für den Hörnchen Ranch Garten.

Hier wächst
mehr als Gemüse.

In Mallon am Wagram, zwischen Tulln und Krems.

  1. 2021

    Der Anfang –
    Spendenfeld

    Gestartet ist das Ganze als „Spendenfeld“. Auf einem kleinen Ackerbereich begann der Gemüseanbau. Alle konnten gegen eine freiwillige Spende Gemüse holen. Der gesammelte Betrag ging am Jahresende an die Freiwillige Feuerwehr.

  2. 2022

    Notfallrucksack
    für die FF

    Das Spendenprojekt war so erfolgreich, dass aus den Spenden ein Notfallrucksack angeschafft werden konnte.

    Bericht der FF Kirchberg
  3. 2023

    Ein Garten
    entsteht

    Das Spendenprojekt wurde erweitert: Neben der Freiwilligen Feuerwehr Kirchberg am Wagram wurden nun auch SwissHelpDogs (SHD), die Schweizer Fach- und Ausbildungsstelle für Assistenzhunde, unterstützt. Gleichzeitig wurde eine neue Fläche gesucht, gefunden, gepachtet, bepflanzt und beerntet. Der Hörnchen Ranch Garten entstand. Das Bio-Siegel wurde beantragt.

  4. 2024

    Die Solawi

    Mit der größeren Fläche stiegen die Kosten, und es gab deutlich mehr Gemüse. Damit das Gemüse nicht verdirbt und die Grundkosten gedeckt werden können, entstand die Idee einer Solawi. Die Mitglieder sollten den Großteil des Gemüses erhalten und zugleich sollten weiter Einnahmen für die Spendenprojekte möglich bleiben.

  5. 2027

    Ein Verein für
    die Zukunft

    Ab dem Jahresendtreffen 2026 liegt die Solawi in den Händen des Vereins Solawi HRG e.V. Was mit ein paar Beeten und einer Spendendose als Idee begann, wächst weiter. Die Verantwortung liegt jetzt auf mehreren Schultern – und das passt viel besser zu einer Gemeinschaft. Damit schaffen wir die Grundlage dafür, dass es hier noch lange weitergehen kann.

Regionalkarte: Mallon am Wagram zwischen Krems an der Donau und Tulln an der Donau.
Luftbild-Lageplan mit Hörnchen Ranch und Abholstelle, HRG bis Ende 2027 und HRG ab Anfang 2028, aus der bestätigten Vorlage.

Ein Gartenjahr.
Gemeinsam
getragen.

Mit deiner Jahresmitgliedschaft wirst du Teil der Gemeinschaft. Gemeinsam ermöglichen wir den Anbau und teilen, was die Saison bringt.

Mithelfen ist freiwillig. Wer gerne am Feld mit anpackt, ist ebenso willkommen wie Menschen, die einfach gutes Gemüse genießen möchten.

Gartenjahr: Gemüsekisten von KW 22 bis KW 40; Selbsternte vor und nach der Kistenzeit.

Gemüsekisten

KW 22–40 · Alle zwei Wochen am Sonntag in geraden Kalenderwochen: KW 22, 24, 26 … bis KW 40.

Selbsternte

Vor und nach der Kistenzeit gibt es Selbsternte-Wochenenden.

Gemeinsam getragen

Termine und Neuigkeiten erfährst du per Newsletter und WhatsApp.

Ein gutes Gefühl,
Teil davon zu sein.

Dein erster Schritt zur Solawi HRG e.V.

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Vereinsanschrift
Solawi HRG e.V.
Mallon 28
3470 Mallon · Österreich

Vereinsanmeldung

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